Die Kraft weiblicher Gemeinschaft

Eine Rückkehr zu unserer Urweiblichkeit in Frauenkreisen

Ich merke, dass in unserer Gesellschaft, die oft oberflächlich, schnelllebig und voneinander distanziert ist, die Bedeutung von echter, tiefer Gemeinschaft oft in den Hintergrund zu rücken scheint. Doch wenn wir tiefer in unsere weibliche Natur eintauchen, spüren wir, dass unser ursprünglicher Weg nie ein einsamer war. Das erlebe ich gerade ganz bewusst in einem neuen Frauenkreis den eine Freundin und ich zusammen gestartet haben. Neun Frauen, alle zwei Wochen ein Treffen bei einer von uns Zuhause, was zu naschen, im Kreis sitzen, zuhören, quatschen, beisammen sein, einander spüren, sehen, hören oder so präsent sein wie es sich stimmig anfühlt. Wir nehmen für unseren neuen Kreis kein Geld und bauen ihn mit der Intention von langfristiger, nährender Gemeinschaft auf.

Weibliche Gemeinschaft ist nicht nur ein moderner Trend oder ein Versuch, der Vereinsamung entgegenzuwirken – sie ist tief in unserer Urweiblichkeit verankert. Viele Jahrtausende lang haben unsere europäischen Vorfahrinnen in Gemeinschaften zusammen gelebt, gearbeitet, sich gegenseitig versorgt und unterstützt. Sie haben Wissen weitergegeben, Kinder gemeinsam aufgezogen und einander durch Krisen und Wandlungsphasen begleitet. Diese Verbindung war nicht nur emotional, sondern auch spirituell und energetisch.

Warum wir weibliche Gemeinschaft brauchen

Ich freue mich darüber, dass die moderne Welt zwar viele Möglichkeiten zur Vernetzung bietet, doch die tiefen Verbindungen die ich in Präsenz mit anderen Frauen spüre haben eine deutlich andere, nährendere Qualität für mich als das Reagieren auf einen Post. Auch ich geniesse die Vorzüge unserer digitalen Welt und merke doch, dass tiefe, nährende Verbindung dann entsteht, wenn wir uns von Angesicht zu Angesicht mit offenen Herzen begegnen, Nähe zulassen, es geniessen miteinander zu sein - egal was da im Leben der anderen gerade los ist.

Weibliche Kreise und Gemeinschaften bieten vor allem dann einen heilsamen Raum, wenn es möglich ist:

Sich selbst authentisch zu zeigen – ohne Masken, ohne das Gefühl, perfekt sein zu müssen.

Emotionale und energetische Unterstützung zu erfahren – gehalten zu sein.

Gemeinsam zu wachsen – im Austausch mit anderen Frauen zu lernen und sich an die eigene Schöpferinnenkraft zu erinnern.

Uraltes Wissen weiterzugeben – über Heilung, Zyklen, Geburt, Leben und Tod.

Die Heilkraft von Schwesternschaft

Etwas so einfaches und doch magisches geschieht, wenn Frauen sich in einen Kreis setzen, ihre Stimmen hören lassen und einander zuhorchen. In diesen Momenten spüre ich in meinen Frauenkreisen wie wir zu einer natürlichen Ordnung zurückkehren– einer Ordnung, in der Weiblichkeit nicht kontrolliert oder klein gehalten wird, sondern in ihrer vollen Kraft strahlt.

In heilsamer weiblicher Gemeinschaft dürfen wir erfahren, dass Konkurrenz und Vergleich nicht unserem wahren Wesen entsprechen. Stattdessen erkennen wir, dass die Stärkung einer Schwester niemals eine eigene Schwächung bedeutet – im Gegenteil, wenn eine Frau in ihrer Kraft steht, erhebt sie auch alle anderen um sich herum. Und trotzdem erleben wir in diesen Kreisen auch ab und an Trigger, ich sehe sie als Einladungen zu tieferer Verbindung und freue mich darüber wenn ich mit einer anderen Frau gemeinsam durch die Transformation eines Triggers tiefer in Kontakt komme und mehr Vertrauen aufbauen kann.

Eine Einladung zur Rückkehr

Die Sehnsucht nach echter, weiblicher Gemeinschaft ist in vielen von uns lebendig. Ich finde, es ist an der Zeit, ihr zu folgen. Vielleicht bedeutet das für dich, einem Frauenkreis beizutreten, regelmäßig mit deinen Freundinnen tiefergehende Gespräche zu führen oder dir bewusst Zeiten zu nehmen, um dich mit anderen Frauen energetisch zu verbinden.

Unsere Urweiblichkeit lebt in der Verbindung, im Austausch, in der liebevollen Unterstützung. Lass uns diesen Weg gemeinsam gehen – zurück zu unserer wahren Natur, zurück zu einer Gemeinschaft, die nährt, stärkt und heilt.

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